Reise durch England – Episode 5

Linguajet-Unterhaltung

Cornwall: Verhaltene Romantik am westlichen Ende des Landes  

Irgendwo dahinten ist Amerika. Und bis dahin nur Wasser. Ein paar Inseln, aber die zählen nicht. Ich stehe auf den Klippen von Land’s End, unter mir der Ozean. Ich darf mich bloß nicht umdrehen.

„Don’t go there“, hatte mich Steve gewarnt. Mein Retter in London, mein Gastgeber in Poole, hatte nur den Kopf geschüttelt, als ich ihm meine nächsten Pläne präsentierte. „Tourist Trap“ hatte er Land’s End genannt. Und da ich inzwischen wieder mit einem Smartphone ausgestattet bin, konnte ich dies problemlos mit dem Google Übersetzer herleiten. Ich wollte natürlich trotzdem hin. „I want to see the nature. There are lots of films about Cornwall in German TV“, versuchte ich Steve zu erklären. „Do you know Rosamunde Pilcher?“ Nein, kannte er nicht. Oder meine Aussprache war zu schlecht.

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In der Touristenfalle

Jedenfalls bin ich nun in Cornwall, habe Quartier in Penzance bezogen und mich dann mit dem Bus zum Ausflug nach Land’s End aufgemacht. Es sind definitiv mehr Touristen hier als in Rosamunde-Pilcher-Filmen, und Steves Einschätzung zu Großbritanniens westlichster Landmarke trifft absolut zu. Insbesondere das Shaun the Sheep Experience – Center wirkt total deplatziert. Der Blick die Klippen hinab ist natürlich trotzdem eindrucksvoll.

„Do you like it?“ Neben mir steht plötzlich ein Typ, der offenbar auch allein unterwegs ist. Vielleicht etwas älter als ich, graue Haare, gepflegt, sieht gar nicht so schlecht aus. „The nature ist great. But this over there is a tourist trap“, sage ich. Da lacht er sehr sympathisch und sagt: „I can recommend the footpath to Sennen Cove. Great views.“ Er zeigt die Küste entlang. Das klingt ja interessant. „How long is it?“ „About 20 minutes“, sagt er. Das würde ich ja sogar hin und zurück schaffen. Ich muss schließlich mit dem Bus zurück nach Penzance.

Es zeigt sich, dass der Typ den Weg auch zurückgehen will, weil er nämlich sein Auto dastehen hat, und so gehen wir gemeinsam. Er fragt, ob ich aus Deutschland bin, natürlich hat er den Akzent erkannt. Yes, I’m on holiday. Yes, I’m travelling alone. Er selbst sagt, er käme aus London, hätte aber ein Cottage in der Nähe von Penzance. Er stellt sich mir als George vor.

Ein Nachfahre der Kelten

Das Cottage habe er geerbt, berichtet George, denn seine Vorfahren stammten aus Cornwall. Cornwall sei nicht einfach ein Stück England, sondern habe eine keltische Vergangenheit. So jedenfalls reime ich mir das zusammen, was er sagt. Denn ich verstehe nicht einmal die Hälfte, obwohl er sich bemüht, deutlich zu sprechen. Verdammt, warum habe ich das Englisch lernen so vernachlässigt? Irgendwie hatte ich insgeheim gehofft, die Vokabeln flögen mir schon zu, wenn ich hier erst bin.

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Normalerweise bin ich auch gut im Small Talk, aber nicht auf Englisch. Zu Georges Fußballbegeisterung und seiner Hochachtung vor Jürgen Klopp kann ich immerhin beitragen, dass ich zum WM-Finale beim Public Viewing war. Das irritiert ihn sichtlich. Der Google Übersetzer hilft mir auch nicht weiter. Ich versuche zu erklären: „We watch football outdoors on a big screen.“ Da lacht er. „You know what we call a viewing? To look at a dead person in a coffin to say good bye.“ Zum Glück hat George viel Verständnis dafür, dass Fremdsprachen lernen nicht so einfach ist. Was mich aber mal interessieren würde: Wer erfindet eigentlich all diese Wörter, die englisch klingen und es doch nicht sind?

Fortsetzung folgt…

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