Die Linguajet – Methode: einfach und intuitiv Sprachen lernen

Doch was heißt das eigentlich? Das Adjektiv intuitiv bedeutet „auf einer Vermutung beruhend“, „unterbewusst“ oder umgangssprachlich „aus dem Bauch heraus“. Intuitive Entscheidungen oder Urteile werden also gefühlsmäßig getroffen. Der Ursprung des Wortes liegt im lateinischen intuitus (Beurteilung, Blick), welches über das französische intuitif (intuitiv) in den deutschen Sprachgebrauch gelang.

Unser Gehirn neigt dazu, all das, was sich einmal bewährt hat, immerfort zu wiederholen. Das ist auch sinnvoll. Der grösste Teil unseres Lebens ist eine alltägliche Wiederholung dessen, was wir am Tag davor gemacht haben. Da ist das Gehirn frei von komplexen Entscheidungsprozessen und wendet automatisch Schablonen an.

Intuitiv zu lernen bedeutet, nicht alles sofort erklärt zu bekommen. Durch das Hören einer neuen Sprache entwickelt sich sehr schnell Ihr Sprachgefühl. Sie werden Ihre Aussprache optimieren, die Grammatikregeln ohne fremde Hilfe aneignen und diese auch auf andere Wörter übertragen können. So werden Sie in der Lage sein, beim aktiven Sprechen auch eigene Fehler zu korrigieren, wie bei einem Auslandaufenthalt.

Intuitives Lernen heisst auch, effektiv zu lernen und – noch wichtiger – das Gelernte zu behalten. Das intuitive Lernen zielt darauf ab, mehrere Bereiche des Gehirns gleichzeitig zu stimulieren, um eine höhere Aufnahme- und Merkfähigkeit zu erreichen. Leider übersehen wir häufig, wie unser Gehirn arbeitet: es liebt nicht nur Zahlen-Daten-Fakten, sondern lechzt nach Emotionen. Wir sollten also alles nutzen, was unser Gehirn zu bieten hat und immer folgende Grundsätze vor Augen halten:

  • Lernen soll Spass machen
    Interessante und relevante Dinge kann man sich leichter merken. Das Gehirn „öffnet“ sich für diese Informationen und behält sie leichter im Gedächtnis. Das bedeutet, dass wir uns für einen ansprechenden Lernstoff interessieren sollten.
  • Lernen braucht eine gewisse Struktur
    Das Gehirn ist wie eine Bibliothek. Ein geordneter Geist kann sich in ihr besser zurechtfinden. Dazu braucht er häufige Wiederholungen und eine strukturierte Vorgehensweise beim Lernen.
  • Lernen bricht Komplexes herunter
    Um neue Informationen aufzunehmen, sollten sie auf kleine, kurze Lerneinheiten heruntergebrochen werden. So hat das Gehirn die Chance, sie vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. Wird zu viel auf einmal gelernt, vergisst das Gehirn die neue Information sofort wieder.
  • Lernen greift bekannte Szenarien auf
    Unsere Lebenswelt soll als Hilfsmittel fürs Lernen dienen. Es macht keinen Sinn, sich mit Wissen und Themen vollzustopfen, die überhaupt nichts mit unserem Leben zu tun haben
  • Lernen braucht Pausen
    Spätestens nach 10 Minuten braucht man eine Pause vom Lernen. In dieser Zeit soll nichts gemacht werden, was die Aufmerksamkeit erneut fordert.

Die Geschichte der Linguajet-Methode

Vor mehreren Jahren haben wir festgestellt, dass unser Schulsystem und daraus ableitend auch Sprachlernschulen in den meisten Fällen ein „gehirn-feindliches“ Lernsystem anwandten. Dieses förderte leider nur Dinge, die in unserer Gesellschaft anerkannt sind: Logisches Denken, Ordnung, Genauigkeit. Wir waren aber nicht die Ersten, welche diese Feststellung machten.

1929 veröffentlichte der Autodidakt Alphonse Chérel in Paris seinen ersten Fremdsprachenkurs, welcher auf der natürlichen Fähigkeit des intuitiven Lernens beruht. Sie bestand darin, dass der Lerner ein Lehrbuch mit dem fremdsprachigen Text auf der linken und dem muttersprachlichen Text auf der rechten Seite hat und dazu die Texte in der Fremdsprache hört. Der Schwerpunkt besteht darin, ganze Sätze zu verwenden. Seine Grundidee bestand darin, neue Sprachen zu lernen wie ein Kind die Muttersprache gelernt hatte.

 

Ein Kind lernt seine Muttersprache nicht, indem es vor Vokabellisten sitzt oder sich mit trockenen Grammatikübungen herumschlägt. Vielmehr hört es seinen Eltern beim Sprechen zu, wiederholt dann einzelne Wörter und kann irgendwann ganze Sätze bilden.

In den 1980er Jahren übernahm dann die bekannte Management-Trainerin Vera F. Birkenbihl Teile dieser Lernmethode und verfeinerte sie unter dem Ausdruck „gehirn-gerechtes Lernen“. Sie legte Ihre Methode darauf aus, durch ständige Wiederholungen die Bildung der entsprechenden Verbindungen im Gehirn zu fördern und dann zu reproduzieren.

Das individuelle Bedürfnis, sich mit Menschen in einer anderen Sprache zu unterhalten, wächst konstant. Von der einfachen Kommunikation im Urlaub, tägliche Gespräche mit Freunden und Nachbarn über eine Studienreise bis hin zu einem neuen Job oder Karriere im Ausland – es gibt eigentlich keine Grenzen, um seinen sprachlichen Horizont erweitern zu wollen oder gar müssen. Wir haben die vorhandenen Ansätze angepasst, verfeinert und stellen Ihnen unsere Methode als moderne e-Learning-Plattform zur Verfügung.

 

Unsere Inhalte beruhen auf Geschichten und Situationen, welche wir aus dem täglichen Leben kennen. Wir wollen, dass Sie eine neue Sprache „spielerisch“ lernen. Inhaltlich und thematisch ist alles aufeinander abgestimmt. Sie haben bei jeder neuen Episode die Möglichkeit, das Gelernte anzuwenden und so zu festigen, zusätzlich kommen aber auch immer neue Inhalte hinzu, sodass Sie Ihr Sprachwissen laufend aufbauen. Diese natürliche Weiterentwicklung macht nicht nur Spaß, sie hilft Ihnen auch, die neuen Sprachkenntnisse anzuwenden, denn Sie bauen auf bereits Gelerntem auf, was Ihnen Sicherheit gibt.

Unsere Methode gleicht einem Bauteil, welcher von Spezialisten immer weiter verbessert wurde; es ist auf das Wesentliche reduziert, um seinen Zweck bestmöglich erfüllen zu können. Diese Einfachheit macht unsere Methode so erfolgreich. Wie sagte Antoine de Saint-Exupéry, der französische Schriftsteller und Flieger: „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann!

Linguajet

Die etwas andere Art, eine neue Sprache zu lernen.